Bordeaux Dogge
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Die Bordeaux Dogge ist kein Hund, der den Alltag durch Tempo dominiert, sondern durch Masse, Ruhe, Wärmeempfindlichkeit und körperliche Präsenz. Genau darin liegt die häufigste Fehleinschätzung: Viele halten sie für unkompliziert, weil sie oft ruhig wirkt. In Wirklichkeit braucht sie sauberes Management bei Gewicht, Belastung, Hitze, Bodenhaftung, Treppen, Auto und Leine. Diese Seite ordnet die Bordeaux Dogge klar im Molossoide-Cluster ein und zeigt, worauf es bei Haltung, Alltag, Gesundheit, Ernährung und Führung wirklich ankommt.
Stand: 25.03.2026 · Fokus: Masse, Hitze, Alltag, Belastung · Hinweis: Ruhige Ausstrahlung bedeutet hier nicht automatisch leichte Haltung.

Steckbrief
Die folgenden Angaben dienen der Orientierung. Gerade bei schweren Molossoiden bestimmen Linie, Gewicht, Alltag, Belastung und Temperaturmanagement das reale Zusammenleben stark mit.
groß und sehr substanzvoll
schwer – jedes Kilo zählt doppelt
ruhig, ernst, körperlich präsent
früh, klar, ruhig; Grenzen müssen gelten
Hitze und Überlastung früh mitdenken
kurzes Fell, meist unkompliziert
Frankreich
Wach-, Schutz- und Familienhund
Gruppe 2, Sektion 2.1, Standard Nr. 116
Kurzprofil
Bei der Bordeaux Dogge ist das zentrale Thema nicht Tempo, sondern
Gewicht, Hitze, Druck und Alltagslogistik. Viele Hunde dieser Rasse wirken ruhig und
gelassen. Genau das führt leicht zu falscher Sicherheit. Denn ein ruhiger, schwerer Hund wird nicht durch
Lautstärke oder Hektik geführt, sondern durch klare Zuständigkeit, gute Routinen und ein Umfeld, das seine
körperlichen Grenzen ernst nimmt.
Stabil wird die Bordeaux Dogge selten durch „mehr machen“. Was meist wirklich hilft: Leine, Wege, Auto,
Treppen, Ruheplatz, Temperatur, Besuch und Belastung früh und sauber strukturieren.
• wenn du Ruhe und Struktur konsequent geben kannst
• wenn du Gewicht, Hitze und Logistik realistisch mitdenkst
• wenn du Führung leise und verlässlich aufbaust
• wenn du Ruhe mit „leicht“ verwechselst
• wenn Treppen, Hitze, Auto und Wohnraum kaum planbar sind
• wenn du erst in Problemen anfangen willst zu führen
Realitätscheck: Die Bordeaux Dogge ist oft nicht deshalb anspruchsvoll, weil sie hektisch ist, sondern weil sie schwer, warm und alltagslogistisch teuer ist.
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Herkunft & Geschichte
Die Bordeaux Dogge, international als Dogue de Bordeaux geführt, stammt aus Frankreich und
zählt laut FCI zu den ältesten Hunderassen des Landes. In der offiziellen Nomenklatur steht sie in
Gruppe 2, Sektion 2.1; in der deutschen FCI-Fassung wird sie als Bordeauxdogge bezeichnet.
Historisch wurde die Rasse für Wach-, Schutz- und Abwehrfunktionen genutzt. Diese Herkunft erklärt,
warum Ruhe, Präsenz und Mut im Alltag noch immer typische Bezugspunkte der Rasse sind.
Charakter und Verhalten
Die Bordeaux Dogge wird offiziell als wachsam, mutig und ohne überflüssige Aggressivität beschrieben.
Gleichzeitig wird sie häufig als sensibel und eng an ihre Menschen gebunden erlebt.
Im Alltag ist deshalb nicht Härte gefragt, sondern eine klare, belastbare Führung:
Tür, Besuch, Leine, Distanz, Ruhe und Ressourcen brauchen von Anfang an Struktur.
Bei einem so schweren Hund wird aus „später kümmern wir uns darum“ schnell ein echtes Problem.
oft ruhig – aber nicht deshalb leicht
Besuch und Umfeld brauchen Führung
oft eng bei den eigenen Menschen
müssen früh klar und verlässlich sein
Belastung und Temperatur sind oft relevanter als „Beschäftigung“.
Leine, Distanz, Ruhe, Besuchsmanagement und alltagstaugliche Abläufe.
Haltung und Pflege bei der Bordeaux Dogge
Haltung im Alltag
Bei der Bordeaux Dogge entscheidet Alltagssicherheit über fast alles:
gute Wege, rutschfeste Böden, planbare Treppen, saubere Leinenführung, ein passender Ruheplatz,
Auto-Management und ein Umfeld, das Hitze nicht unterschätzt.
Sinnvoll ist ein Alltag mit Struktur:
kontrollierte Spaziergänge, kein unnötiges Hochfahren, wenig Chaos, klare Besuchsabläufe und Ruhe als festen Teil des Tages.
Der Fehler ist hier selten „zu wenig Action“, sondern oft zu wenig System für einen schweren Hund.
Alltag mit Bordeaux Dogge
Morgens startet ihr ruhig: Leine dran, Orientierung, sauber raus. Unterwegs helfen gleichmäßige Wege und kontrollierte Belastung meist mehr als hektische Spiele oder Stop-and-Go. Mittags reicht oft eine ruhigere Runde. Nachmittags und abends geht es um Alltagsthemen: Türen, Besuch, Distanz, Deckentraining, Auto, Ruhe und klare Freigaben.
Pflege
Das Fell ist meist unkompliziert. Wichtiger sind regelmäßige Checks von Haut, Pfoten, Krallen, Liegestellen, Körperkondition und Wärmeverträglichkeit.
braucht Platz, Ruhe und gute Wege
Auto und Einsteigen früh mitdenken
Belastung und Temperatur ernst nehmen
kurz – meist pflegeleicht
regelmäßig kontrollieren
bei viel Gewicht sofort relevant
Gesundheit
Die Bordeaux Dogge profitiert stark von guter Körperkondition, schonender Belastung und sauberer Gewichtsführung.
Bei schweren Molossoiden wirkt jedes unnötige Kilo direkt auf Alltag, Gelenke, Kreislauf und Temperaturmanagement.
Achte auf Lahmheit, verändertes Bewegungsbild, schnelle Erschöpfung, Probleme beim Aufstehen,
deutliche Hitzeempfindlichkeit oder Schmerzreaktionen. Solche Veränderungen sollte man früh abklären.
Jedes Kilo zu viel belastet den Alltag doppelt.
Gleichmäßige Belastung ist oft sinnvoller als hektische Aktivität.
Hitze ist bei schweren Hunden ein echter Alltagsfaktor.
Stand, Rutschen und Krallen beeinflussen den Alltag stark.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Beratung.
Ernährung
Bei der Bordeaux Dogge ist Ernährung vor allem ein Thema von Gewicht, Belastung und Alltag.
Ein schwerer Hund profitiert selten davon, „noch etwas kräftiger“ zu wirken.
Praktisch ist fast immer: Portionen klar führen, Extras mitrechnen und den Hund funktional statt massiv halten.
Nach dem Fressen passen Ruhe und Entspannung meist besser als Action.
Wichtig ist nicht, dass der Hund imposant wirkt, sondern dass er alltagstauglich bleibt.
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Futtermenge berechnen
Fütterungsrechner: Der Rechner dient als unverbindliche Orientierung für die tägliche Fütterung und ersetzt keine individuelle Beratung.
Häufige Fragen
In welcher FCI-Gruppe steht die Bordeaux Dogge?
Die Bordeaux Dogge steht in der FCI-Nomenklatur in Gruppe 2, Sektion 2.1, unter der Standard-Nummer 116.
Woher stammt die Rasse?
Die Rasse stammt aus Frankreich und zählt laut FCI zu den ältesten Hunderassen des Landes.
Ist die Bordeaux Dogge ruhig?
Häufig ja – aber Ruhe bedeutet hier nicht automatisch leichte Haltung. Gewicht, Hitze und Alltagslogistik bleiben zentrale Themen.
Ist die Bordeaux Dogge für Anfänger geeignet?
Eher nur eingeschränkt. Die Kombination aus Masse, Präsenz und Führungsrelevanz verlangt einen klaren, gut organisierten Alltag.
Was ist der größte Fehler im Alltag?
Ruhe mit einfacher Führbarkeit zu verwechseln und Gewicht, Hitze, Wege und Belastung zu spät ernst zu nehmen.
Ist die Fellpflege aufwendig?
Meist nicht. Das kurze Fell gilt im Alltag als pflegeleicht; wichtiger sind Routinechecks von Haut, Pfoten, Krallen und Körperkondition.
Quellen
Diese Steckbrief-Seite wurde auf Basis etablierter Referenzen zur Rassebeschreibung erstellt. Für offizielle Standards gelten die jeweiligen Verbände.
https://fci.be/en/nomenclature/DOGUE-DE-BORDEAUX-116.html
https://www.fci.be/Nomenclature/Standards/116g02-en.pdf
https://welpen.vdh.de/hunderassen/rasselexikon/ergebnis/bordeauxdogge
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